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Lactoferrin: Darm, Eisenhaushalt, Immunsystem

von / Dienstag, 10 November 2020 / Veröffentlicht inAlle Beiträge, Ernährung, Gesundheit

Multitalent Lactoferrin

Lactoferrin ist ein körpereigenes Eiweiß, das Eisen an sich binden kann und gegen schädliche Bakterien wirkt. Lactoferrin ist eine Art „Ur-Substanz“ unseres Immunsystems. Deshalb ist es auch wichtiger Bestandteil der Muttermilch, um das Neugeborene so lange zu schützen, bis sich sein Immunsystem vollständig entwickelt hat.

Lactoferrin wird in kleinen Mengen vom Körper selbst produziert und kommt in nahezu allen Körperflüssigkeiten, wie zum Beispiel in Tränen, Speichel oder Schweiß vor.

Im Folgenden stellen wir Dir kurz die drei zentralen „Talente“ von Lactoferrin vor:

1 – Regulierung entzündlicher Prozesse

Die positive Eigenschaft Entzündungen zu regulieren übt Lactoferrin hauptsächlich im Darm aus. Entzündliche Prozesse entstehen dort häufig, weil zu viele Kohlenhydrate (Zucker, weißes Mehl, fette Speisen, aber auch Alkohol, Limonaden, Kohlensäure u.a.) für ein übersäuertes Milieu sorgen, was – über lange Zeit – zu Entzündungen führt und die Darmschleimhaut angreift. Lactoferrin wirkt diesen entzündlichen Prozessen entgegen, kann so die Darmschleimhaut stärken und indirekt für ein ausgeglichenes Mikrobiom sorgen. Lactoferrin ist also ein echter Gewinn für den Darm.

2 – Regulierung der Eisenversorgung

Eisen ist wichtig für unseren Körper: zur Bildung roter Blutkörperchen und als Co-Faktor für unzählige Prozesse im Körper. Ein gesunder Wert ist dabei jedoch ausschlaggebend, weder zu viel noch zu wenig Eisen ist gut für uns. Ist beispielsweise zu viel freies Eisen im Darm verfügbar, vermehren sich schädliche Bakterien. Reizdarm und anderen Darmerkrankungen können die Folge sein. Aber auch oxidativer Stress und entzündliche Prozesse können durch Eisen ausgelöst werden, vor allem in der Leber. Denn diese hat die schwierige Funktion der Eisen-Regulierung im Körper. Lactoferrin ist in der Lage, die Eisenversorgung zu regulieren, indem es Eisen binden und sozusagen als Eisenspeicher fungieren kann. Zudem hilft es, ausreichend Eisen aus der Nahrung im Darm zu resorbieren. Gebunden an Lactoferrin kommt das Eisen sicher gelagert in unseren Körper und wird nicht im Darm als „Bakterien-Nahrung“ verwendet. Lactoferrin unterstützt also eine geregelte Eisenversorgung und schützt vor Eisenmangel.

3 – Wirkung auf das Immunsystem

Durch die Fähigkeit Eisen zu binden, wirkt Lactoferrin stabilisierend für ein gesundes Darmmilieu und damit indirekt auch stärkend für das Immunsystem. Denn ca. 80% unseren Immunsystems sitzt im Darm. Lactoferrin reguliert also immunologische „Krisenherde“, die durch ein gestörtes Darmmilieu entstehen können und ist so ein wichtiger Mitspieler für eine adäquate Immunantwort unseres Körpers. Darüber hinaus hat Lactoferrin antimikrobielle, antioxidative und antivirale Eigenschaften. Letztere konnte expermimentell und in klinischen Studien nachgewiesen werden (Wakabayashi et al., 2014).

 

Worauf sollte man bei einer Lactoferrin-Einnahme als Nahrungsergänzung (NEM) achten?

Säugetiere produzieren Lactoferrin, wobei das menschliche und das bovine (aus Kuhmilch) nahezu identisch sind. Deshalb wird Lactoferrin für NEM auch in der Regel aus Kuhmilch gewonnen. Einfach nur mehr Milch zu trinken ist allerdings keine Alternative. Abgesehen davon, dass in verarbeiteter (H-)Milch das enthaltene Lactoferrin zerstört wird, ist es ohnehin in nur geringen Mengen enthalten, sodass man am Tag mehrere Liter Milch trinken müsste. Die hohen Mengen an Laktose wären wiederum für viele nicht gut verträglich. NEM-Lactoferrin ist in der Regel laktosefrei (bzw. enthält nur äußerst geringe Mengen davon) und ist sehr gut verträglich.

Bei der Wahl eines NEM-Lactoferrins ist es jedoch wichtig, auf einen hohen Reinheitsgrad zu achten, damit angeheftete Bakterien (Lipopolysaccharide) und deren Bestandteile nicht die Wirkung schmälern. Lactoferrin sollte immer intakt an der Magensäure vorbei, durch das Verdauungssystem bis zum Darm kommen, um hier seine volle Wirkung entfalten zu können. Deshalb sollte Lactoferrin auch immer in magensäurestabilen Kapseln verabreicht werden und idealerweise nüchtern (mindestens 30 Minuten vor dem Essen oder frühestens 2 Stunden nach dem Essen) eingenommen werden.

Kann man Lactoferrin überdosieren?

Bisher durchgeführte Studien weisen keine Obergrenze aus, ab der Lactoferrin toxisch oder schädlich wirkt. Dennoch sollte man vorsichtig bleiben. Eine langfristige und hochdosierte bzw. unangemessene Überversorgung durch Lactoferrin kann zu Durchfällen, Verstopfungen, Müdigkeit und vergleichbaren Symptomen führen. So lange man sich jedoch an die vom Hersteller empfohlene Standard-Dosierung hält und bei Bedarf auch den Rat eines Arztes oder Therapeuten hinzuzieht, ist man bestimmt auf der sicheren Seite.

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