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Gesund & Gut Leben: Der Blog von vitalogue

Müdigkeit und Psyche

von / Dienstag, 20 Oktober 2020 / Veröffentlicht inAlle Beiträge, Alltag, Gesundheit

Diffuse Symptome: müde, antriebslos, lustlos, traurig – Was haben sie mit der Psyche zu tun?

Düstere Gefühle gehören zum Leben – doch wenn sie Überhand nehmen und immer dunkler werden, können sie auch Anzeichen einer psychischen Erkrankung sein.

In der Psychologie kennt man mehrere Krankheitsbilder, die wir im Folgenden grob einordnen und Euch über die Unterschiede aufklären:

Herbstblues oder Winterblues

Dabei handelt es sich um eine schwache Form der Winterdepression oder saisonalen Depression. Es handelt sich um eine saisonal auftretenden Störungen des Gefühlslebens (SAD = seasonal affective disorder). Diese schwache Form der psychischen Verstimmung vergeht in der Regel von selbst. Außerdem kann man durch einen geeigneten Life-Style einiges tun, um dem Phänomen entgegen zu wirken. Alternative Begriffe: Depressive Verstimmung, Seelentief, Stimmungstief, Deprimiertsein.

Mehr zum „Blues“

Winterdepression

Wenn regelmäßig in den kalten Herbst- und Wintermonate eine deutliche Beeinträchtigung des Gefühlsebens vorkommt, mit Symptomen wie übermäßiger Energielosigkeit, Traurigkeit, Müdigkeit, hohem Schlafbedürfnis, verändertem Appetit, spricht man von einer Winterdepression. Jedoch ist nicht jede Depression, die im Winter auftritt, automatisch eine Winterdepression! Die klassische Winterdepression vergeht in der Regel, wenn der Frühling kommt.

Depression

Die klassische Depression ist jahreszeitenunabhängig. Sie kommt in unterschiedlichen Ausprägungsgraden (leicht, mittel, schwer) vor.

Typische Symptome sind gedrückte Stimmung, ein verminderter Antrieb, reduzierte Fähigkeit zur Freude, Konzentrationsschwierigkeiten. Ausgeprägte Müdigkeit kann nach jeder kleinsten Anstrengung auftreten. Der Schlaf ist meist gestört, der Appetit vermindert. Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen sind fast immer beeinträchtigt. Sogar bei der leichten Form kommen Schuldgefühle oder Gedanken über eigene Wertlosigkeit vor. Die gedrückte Stimmung verändert sich von Tag zu Tag wenig und reagiert nicht auf Lebensumstände.

Hinweis: Aus der Psycho-Immunologie weiß man inzwischen, dass es große Zusammenhänge zwischen Depression und körperlicher Gesundheit, allen voran der Darmgesundheit gibt. Fast alle Menschen mit depressiver Störung weisen ein gestörtes Darmmilieu mit vorliegenden Entzündungen auf. Deshalb ist eine Kombinationstherapie aus Psychotherapie und naturheilkundlicher Behandlung ein guter Weg aus dieser Erkrankung.

Misch- und Sonderformen der Depression

Bei der Dysthymia handelt es sich um eine chronische, wenigstens mehrere Jahre andauernde depressive Verstimmung, die weder schwer noch hinsichtlich einzelner Episoden anhaltend genug ist, um die Kriterien einer schweren, mittelgradigen oder leichten rezidivierenden depressiven Störung  zu erfüllen.

Bei der Erschöpfungsdepression handelt es zum Beispiel um eine spezielle Form der Depression, die mit lange anhaltenden Stresszuständen und mit Erschöpfung (Burnout) einhergeht. Ursache der Erschöpfungsdepression ist der drastische Energiemangel, der zu sozialem Rückzug und Frustration führt und so mit der Zeit auch die Psyche angreift.

Oft sind Angststörungen eng mit einer Depression verbunden. Die Angst darum, dass der seelische Zustand nicht besser wird, die Hoffnungslosigkeit und Sorge, wie es weiter gehen soll. Oft ist jedoch auch die Angst ursächlich: Sorgen über existenzielle Probleme (z.B. Jobverlust, vor Krankheit o.ä.)  führen zur Ermüdung und Erschöpfung und in der Folge auch zum seelischen Tief.

Wie umgehen mit depressiven Krankheitsbildern?

Im Zweifelsfall ist eine genaue diagnostische Unterscheidung weniger wichtig als die Tatsache, dass man sich bei einer depressiven Störung fachliche Hilfe holen sollte!

Zu häufig noch werden Depressionen gleichgesetzt mit Willensschwäche, Überempfindlichkeit oder Einbildung. Depressionen sind Erkrankungen, die in erster Linie psychotherapeutisch behandelt werden sollten. In schweren Fällen kommt man in der Regel nicht um Anti-Depressiva herum, mildere Formen sind oft schon gut mit Naturheilkunde zu behandlen.

Im nächsten Schritt steht meist eine Veränderung von Lebensgewohnheiten und eine Verarbeitung einschneidender Lebenserfahrungen an, um nachhaltig zu einer Besserung und zu einer Stabilsierung der Psyche zu finden. Auch physische Behandlungen im Sinn der Psycho-Immunologie (siehe oben) sind sehr sinnvoll bzw. bieten einen wertvollen Beitrag zur Behandlung.

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