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Spermidin: Treibstoff für Zellreinigung

11. September 2026 durch
Spermidin: Treibstoff für Zellreinigung
vitalogue GmbH & Co.KG, vitalogue

Spermidin

Man kann den Alterungsprozess natürlich nicht verhindern oder aufhalten, man kann ihn aber positiv beeinflussen bzw. verlangsamen. Das Stichwort lautet: Spermidin.





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Vom Traum "ewiger Jugend"


Der Traum von "ewiger Jugend" ist schon sehr alt. So forschen auch heutzutage Wissenschaftler weltweit, um dem Alterungsprozess Einhalt zu gebieten. Denn abhängig von unseren Genen, unserer Lebensweise und anderen Einflussfaktoren, lassen unsere Körperfunktionen im Laufe der Jahre nach. Dagegen kann man nichts tun? Stimmt nicht.  

Was ist Spermidin?


 Spermidin ist ein Naturstoff, der chemisch gesehen zu den sogenannten Polyaminen zählt. Er wurde erstmals in den 1970er-Jahren nachgewiesen und verdankt seinen Namen seinem Fundort – der Samenflüssigkeit.

Doch Spermidin ist in jeder Körperzelle enthalten. Der Naturstoff wird nicht nur von den Zellen selbst, sondern auch von bestimmten Darmbakterien produziert. Etwa ein Drittel des Spermidins stammt aus Eigenproduktion, der Rest – also etwa zwei Dritteln – wird über die Nahrung aufgenommen.

Welche Aufgabe hat Spermidin?


Die Hauptaufgabe von Spermidin ist es, den Selbst-Reinigungsprozess der Zellen anzuregen. Eng verwoben mit dem Zellwachstum und der Zellfunktion hält Spermidin also unsere Zellen frisch und gesund. 

Je älter wir werden, umso weniger Spermidin steht unseren Zellen jedoch zur Verfügung. Gleichzeitig sinkt die Zellvitalität – das Risiko für altersbedingte Erkrankungen, zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Demenz, u.a. steigt. Altersforscher vermuten, dass Spermidin das Potenzial hat, der natürlichen Zellalterung Einhalt zu bieten und altersassoziierten Erkrankungen entgegenzuwirken.

Autophagie


Autophagie ist im Prinzip "körpereigenes Recycling“. Es funktioniert - einfach gesprochen - wie eine zelluläre Müllabfuhr. Eine Art Selbstreinigungsprogramm, das der Zelle bei der Entsorgung von schadhaften oder falsch gefalteten Eiweißen und Zellbestandteilen hilft und diese recycelt. Das ist insofern wichtig, da beschädigtes Zellmaterial auf der Zellgesundheit lastet und im schlimmsten Fall diese angreift. Dieser Prozess der Autophagie wurde von Yoshinori Ohsumi wissenschaftlich beschrieben; im Jahr 2016 erhielt er hierfür den Medizin-Nobelpreis.

Autophagie und Spermidin


Der natürliche Zellbestandteil Spermidin ist der Treibstoff für den körpereigenen Autophagie-Prozess, der die Zellen frisch und gesund hält. Selbst Studien haben Spermidin als „Stoff der Jugend“ bestätigt. Diese zeigten, dass konzentrierte Mengen davon dem zellulären Alterungsprozess entgegenwirken und die Gesunderhaltung der Zellen unterstützen.

Wie wirkt Spermidin aufs Immunsystem?


Über die Jahre altern nicht nur unsere Haut, das Gehirn und die Gelenke; auch unser Immunsystem „kommt in die Jahre“. Es verliert an Kraft und wird Infekt anfälliger. Studienergebnisse eines internationalen Forscherteams deuten darauf hin, dass Spermidin dem alternden Immunsystem wieder auf die Sprünge hilft.

Aufhorchen lässt auch eine Studie von Virologen der Berliner Charité, die versuchsweise Corona-infizierte Zellen mit Spermidine behandelten. Mit dem Ergebnis, dass die Viruslast sehr stark (ca. 85%) sank. Trotz dieser ersten sehr hoffnungsvollen Ergebnisse bleibt Vorsicht geboten, bis ausführliche klinische Studien dies be- oder widerlegen.

In welchen Lebensmitteln ist Spermidin enthalten?


Spermidin ist in einer Vielzahl von Lebensmitteln enthalten – in Pilzen, Hülsenfrüchten, gereiftem Käse, Vollkornprodukten und Weizenkeimen zum Beispiel.

Der Vorteil von Spermidin als Supplement ist, dass dieses eine kontrollierte Menge der Wirksubstanz enthält, während natürliche Quellen oft starken natürlichen Schwankungen unterliegen. Wer also den altersbedingten Mangel gezielt kompensieren möchte, ist mit einem hochwertigen Supplement als täglichem Begleiter gut beraten.

Was die Wissenschaft sagt


Spermidin wirkt lebensverlängernd“ – zu diesem Schluss kam ein internationales Team von Wissenschaftlern mit Sitz an der MedUni Innsbruck in Österreich.

Um der lebensverlängernden Wirkung auf den Grund zu gehen, beobachteten Forscher 20 Jahre lang 829 Menschen einer Südtiroler Gemeinde (Alter: 45–84 Jahre). Innerhalb dieses Zeitraums starben 341 Teilnehmer, wobei sich 40,5 % der Verstorbenen spermidinarm ernährten. Dagegen hatten Menschen, die sich spermidinreich ernährten ein um 15 % geringeres Sterberisiko und lebten 5–7 Jahre länger. Zudem zeigte die Studie den Schutz hoher Spermidin-Mengen vor Erkrankungen der Gefäße, des Darms und des Nervensystems.


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