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Stille Entzündungen: Der heimliche Feind
Stille Entzündungen: Der heimliche Feind

Was sind stille Entzündungen? Können sie Schaden anrichten und wenn ja, wo genau liegen die Gefahren dabei für unsere Gesundheit? Wir informieren in Kürze, was du über die sogenannten „silent inflammations“ wissen solltest und was du über deinen Lifestyle und mit Mikronährstoffen dagegen tun kannst.

„Stille“ versus „laute“ Entzündungen

Laute Entzündungen kennen wir wohl alle: wenn ein verstauchtes Gelenk anschwillt, eine Schürfwunde gerötet ist, wenn bei einer Verletzung Hitzegefühl und vor allem Schmerz entsteht. Unsere Wahrnehmung teilt uns mit, dass im Körper eine Entzündung vorliegt. Die genannten Symptome sind ein Zeichen dafür, dass das Immunsystem auf den Plan gerufen wird um Abhilfe zu schaffen. Ist die Gefahr gebannt, lassen die Entzündungszeichen auch wieder nach.

Stille Entzündungen tragen ihren Namen, weil es sich dabei um versteckte, nicht wahrnehmbare Entzündungen handelt. Und genau das macht sie so gefährlich. Die Wissenschaft weiß inzwischen, dass Entzündungen, die still und unbemerkt vor sich hinglimmen, unsere Gesundheit wesentlich beeinträchtigen können.

Solche Entzündungen werden dann chronisch, und damit ist auch das Immunsystem im Dauereinsatz. Es kann so außer Kontrolle geraten, Autoimmunerkrankungen können beispielsweise die Folge sein. Aber auch andere gesundheitliche Langzeitfolgen und degenerative Erkrankungen und können auftreten.

Langfristige Folgen von stillen Entzündungen

  • Degenerative Erkrankungen und Ablagerungen wie Arteriosklerose u.a.
  • Neurodegenerative Erkrankungen wie Demenz, Parkinson, Alzheimer u.a.
  • Vermehrter Fettaufbau (gerade im Bauchraum) durch erhöhte Insulinausschüttung
  • Förderung von karzinogenen Erkrankungen, durch verstärktes Zellwachstum (gesunder und kranker Zellen)
  • Verursachung von oxidativem Stress mit Schädigungspotenzial für Gewebe, Erbgut und DNA
  • Beeinträchtigung der Psyche (depressive Verstimmungen) durch entzündliche Prozesse im Gehirn
  • Raschere Erschöpfbarkeit durch ein hochreguliertes Immunsystem und erhöhte Entzündungsaktivität in der Leber.
  • Schnellerer Alterungsprozesses

Aus der Praxis

„In unserer Naturheilpraxis erleben wir immer wieder, dass bei Patient*innen Entzündungsparameter im Blut erhöht sind, beispielsweise der CRP-Wert, der Leberwert Gamma-GT, die LPS-Belastung. Gleichzeitig liegt oft ein niedriger Omega 3 Index vor. Dies zeigt sich dann meist als typische „Entzündungserkrankungen“ wie

– Arteriosklerose
– Fettleber
– starke Ermüdung / Erschöpfung
– Autoimmun-Reaktionen u.a.

Zur Regulierung von Entzündungen empfehlen wir als Basis immer eine Anpassung der Ernährung, genügend Bewegung, Omega 3 Fettsäuren und andere, der jeweiligen Erkrankung angemessene Mikronährstoffe und Therapieformen.“

Dr. Andreas Wies (HP), equalance Naturheilpraxis
Fette und kohlenhydratreiche Ernährung kann langfristig zu entzündlichen Prozessen führen.
Fette und kohlenhydratreiche Ernährung kann langfristig zu entzündlichen Prozessen führen.

Welche Organe sind besonders betroffen?

Die Treiber für Entzündungen liegen häufig im Darm, in der Leber und im Mund. Deshalb sollten wir diese Bereiche besonders im Auge behalten und aktiv stärken. Wir geben dir Tipps wie.

Der DARM

Verschlechtert sich die Zusammensetzung der Darmflora (Mikrobiom), kann das nicht nur zu Darmleiden wie Reizdarmsyndrom, Colitis ulcerosa und Morbus Crohn führen. Geraten die Bestandteile der Bakterienhüllen von Darmbakterien (die sogenannten LPS) in den Kreislauf, lösen sie überall im Körper Infektionsalarm aus.

Chronisch entzündliche Prozesse im Darm können mit der Zeit zur Zerstörung der Darmbarriere führen. Wir sprechen dann von einem durchlässigen Darm – Leaky Gut.

WAS TUN?

Den Darm kannst du besonders gut über deine Ernährung stärken, und zwar so:

  • Auf Zucker, Süß- und andere Zusatzstoffe verzichten
  • Keine Fertigprodukte verwenden
  • Möglichst vollwertige Produkte in Bioqualität nutzen
  • Sauermilchprodukte, natürlicher Joghurt und ggf. Probiotika
  • Mikronährstoffe: Vitamin D, A, Magnesium, Curcuma und Omega 3 Fettsäuren. Letztere haben eine besonders stark entzündungshemmende Wirkung.

In diesem Beitrag kannst du lesen, welche Nahrungsmittel deinem Darm besonders gut schmecken.

Die LEBER

Die Leber steuert die Ernährung der Körperzellen und speichert dafür Fett und reichlich Glukose, die sie bei Bedarf ins Blut abgibt.

Unsere moderne Lebensweise lässt das System jedoch oft aus dem Ruder laufen. Sie zwingt die Leber, mehr Fett zu speichern, als sie verkraften kann. Häufig wird eine Verfettung der Leber festgestellt. Heute lässt sich bereits bei fast jedem vierten Erwachsenen eine nicht-alkoholische Fettleber (NAFL) nachweisen. Auch schlanke und junge Menschen (sogar Kinder) können davon betroffen sein.

Durch das überfettete Gewebe flutet das Immunsystem die Leber mit Entzündungsstoffen, was nicht nur für die Stoffwechselzentrale Leber sondern für den gesamten Organismus zum Problem wird.

WAS TUN?

Wenn du deiner Leber Gutes tun willst, solltest du auf folgende Dinge achten:

  • Wenig/ kein Alkohol
  • Fettkonsum und „leere“ Kohlenhydrate (wie Zucker, Mehl, Teigwaren) reduzieren
  • Bitterstoffe (wie in vielen Gemüsesorten enthalten) zu sich nehmen. Diese reduzieren übrigens auch den Heißhunger auf Süßes.
  • Keine Limonaden oder gesüßten Getränke. Vorsicht mit zu vielen Fruchtsäften.
  • Heilpflanzen: Mariendistel, Thunbergia laurifolia, Löwenzahn u.a.

Der MUND

Eine Zahnfleischentzündung hält das ganze Immunsystem auf Trab und kann schwere Erkrankungen zur Folge haben. Denn der Bereich zwischen Zahn und Zahnfleisch ist eine sehr sensible Grenze zwischen dem inneren und dem äußeren Körper.

Mit parodontalen Infektionen steigt nicht nur das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes. Sogar zu Alzheimer haben Studien eine deutliche Verbindung gefunden. Vor sich hin schwelende entzündliche Prozesse gelten dabei nachweislich als starke Treiber.

WAS TUN?

Parodontitis kannst du vor allem mit folgenden Maßnahmen entgegenwirken:

  • Gute Zahnpflege, auch regelmäßige medizinische Zahnreinigung
  • Mundspülungen aus Salbei-Tee: Salbei kräftigt das Zahnfleisch, verhindert Zahnfleischbluten und ist entzündungshemmend.
  • Die ätherischen Öle der Nelke wirken laut einer Studie wohl stärker antibakteriell als ein chemischer Bakterientöter.
  • Mikronährstoffe: Vitamin A, Vitamin C, Folsäure, Magnesium verringern die Entzündungsaktivität im Mund.

Mehr zum Thema findest du in diesem Beitrag: „6 Lebensmittel gegen stille Entzündungen“

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Der „König der Pilze“ kommt u.a. zur Unterstützung der Leber im Zusammenhang mit der Regulierung des Fettstoffwechsels zum Einsatz. Mykoplan Vitalpilze zeichnen sich durch höchste Qualität und Bioverfügbarkeit aus.

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Unterstützt die Darmschleimhaut und stärkt den Immunhaushalt. Wirkt entzündungshemmend, antioxidativ, antimikrobiell sowie antimutagen.

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